Warum ich Fieldrecording und Musique Concrete liebe.

Aktualisiert: 8. Feb.

Unter Fieldrecording versteht man das Aufnehmen von Klängen aus Alltag und Natur. Sehr beliebt sind diese Klänge für Atmos. In meiner Musik bearbeite ich solche Klänge gerne stark, zum Beispiel durch den Einsatz von Effekten, mit kurzen Schnitten, Rückwärts abspielen usw. So entstehen neue Ideen für meine Musik. Streng genommen spricht man hier aber nicht mehr von Fieldrecording, sondern vom Musique Concrete. Der Name wurde im Jahr 1943 vom französischen Ingineur Pierre Schaeffer geprägt. Schaeffer ging es um die Schaffung von Musik aus bestehenden Tonaufnahmen. Damals arbeitete man vor allem mit Tonband. Heute geht in einer DAW wie Cubase oder Ableton alles viel schneller und leichter.

Meine ersten Schritte in dieser Kunstform machte ich als Dozent im Rahmen eines Workshops an der bayrischen Musikakademie Hammelburg. Die neuen Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten faszinierten mich! Hier nun meine fünf Gründe:


1. Recording macht Spaß!

Ich liebe es unterwegs Klänge aufzunehmen. Meist nehme ich dafür einfach nur mein Smartphone und nehme Videoclips auf.


2. Sounds die sonst keiner hat!

Mit den Aufnahmen lässt sich so ziemlich alles machen: Atmos, Beats und auch Synthesizerklänge lassen sich im Handumdrehen generieren. Im Gegensatz zu den üblichen Preset Libarys bekommt man Sounds von denen man sicher sein kann, dass sie sonst niemand hat oder verwendet. Ein wichtiger Schritt in Richtung eigener Sound!


3. Neue Ideen

Viele Klänge aus der Natur haben Musik in sich. Holzstämme, Gläser oder Lampenschirme aus Metall schwingen tonal und inspirieren zu neuen Melodien und Basslines. Der Sound der entsteht wenn zum Beispiel ein Stapel Bauklötze umfällt kann inspirierende Rhythmen erzeugen. Manchmal muss man diese noch nicht mal quantisieren und nur das Songtempo entsprechend einstellen.


4. Sorytelling

Mit Klängen kann man Geschichten erzählen. Das können simple Themen wie der Weg zur Arbeit sein, aber auch Geschichten aus fernen Ländern . Damit wird Instrumentalmusik auch für Musikfans, denen der Text und damit der konkrete Inhalt fehlt, interessant.


Zur Inspiration noch zwei Videos Beats die ich aus Alltagsgegenständen gebastelt habe.






Auf meiner ersten EP, die in Kürze erscheint, habe ich den Beat aus Klängen generiert die ich in der Maxhütte, einem alten Stahlwerk aufgenommen habe. Mehr dazu in Kürze. Abonnenten meines Newsletters erhalten die EP übrigens kostenlos ;)



Hier noch drei Alben die mich für eigene Beats sehr inspiriert haben:


Björk: Aurora (Vespertine Live)

Cosmo Sheldrake - Wake Up Calls

Pink Floyd: Money





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